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Wissenswertes, Kurioses und Rekorde im Tischtennissport

Allgemeines

• Ein hart geschlagener Schuss kann bis zu 200 km/h schnell werden. Dabei berührt der Ball den Schläger nur 1/1000 Sekunde und verformt sich dabei um bis zu 25 Prozent. (gemessen im Jahr 1970/71 an der Technischen Universität Braunschweig von Martin Sklorz / Bundeslehrwart des Deutschen Tischtennis Bundes).
• Der Schlagarm erreicht Geschwindigkeiten von 50 bis 70 km/h. Durch einen aktiven Handgelenkeinsatz bei der Ausführung des Schlages wird der Schläger noch einmal circa 10 km/h schneller.
• Ein optimal angeschnittener Ball dreht sich bis zu 150mal pro Sekunde. Hochgerechnet wären dies 9000 Umdrehungen pro Minute.
• Schmetterbälle waren früher verboten, wegen der Verletzungsgefahr für den Gegner.
• Auch heute noch finden vor allem in den USA, aber auch wieder in Deutschland, sogenannte „Hardbrett-Turniere“ (Englisch: hardbat) statt, bei denen nur Schläger mit Noppengummi ohne Schwamm erlaubt sind. Ein legendärer „hardbat-Champion“ war Marty Reisman, der noch mit 67 Jahren zur absoluten Weltklasse gehörte.
• Nicht nur Microsoft-Mitbegründer William „Bill“ Henry Gates ist - neben seiner Leidenschaft für Golf und Bridge - ein begeisterter Tischtennisfan, der sich die Tischtenniswettbewerbe bei den Olympischen Spielen vor Ort ansah. Auch der US-amerikanische Schauspieler und zweifache Oscar-Preisträger Kevin Spacey (Die üblichen Verdächtigen, American Beauty) hält Tischtennis für „eines der tollsten Spiele aller Zeiten“. Spacey nimmt sogar an Turnieren teil und für die Drehpausen bei seinen Filmprojekten wünscht er sich immer eine Tischtennisplatte zum Zeitvertreib.


1920er Jahre

• Fred Perry wurde 1929 Tischtennis-Weltmeister. Später stieg er auf Tennis um und wurde durch seine Siege im Wimbledon bekannt.


1930er Jahre

• Die spätere Filmschauspielerin Lilli Palmer trat im Januar 1930 noch unter ihrem Geburtsnamen Lilli Maria Peiser bei den Tischtennisweltmeisterschaften in ihrer Heimatstadt Berlin an. Im Achtelfinale schied sie gegen Titelverteidigerin Maria Mednyanszky aus. Der DTTB stufte die damals 15-Jährige Gymnasiastin trotzdem als eine „unserer aussichtsreichsten Zukunftsspielerinnen“ ein. 1933 verließ die Jüdin Deutschland, wurde Schauspielerin und dreht bereits 1936 unter der Regie von Alfred Hitchcock den Kriminalfilm „Geheimagenten“. Lilli Palmer war mit Rex Harrison und Carlos Thompson verheiratet, drehte weltweit mit zahlreichen Stars und erhielt auch als Malerin und Buchautorin viel Anerkennung. Im Januar 1986 verstarb sie, 71-jährig, in Los Angeles.
• Als Sommer-Variante des Tischtennisspiels entwickelte sich in den 1930er-Jahren das Speckbrettspiel.
• Bei der Weltmeisterschaft in Prag 1936 „kämpften“ Ehrlich (Polen) und Paneth (Rumänien) 2 Stunden und 12 Minuten um einen einzigen Punkt. Im gleichen Turnier wurde die Begegnung zwischen Haguenauer (Frankreich) und Goldberg (Rumänien) nach 7,5 Stunden beim Stande von 5:3 im fünften Satz durch die Turnierleitung abgebrochen.
• Das längste Mannschaftsspiel fand ebenfalls bei der Weltmeisterschaft 1936 statt. Das Finale um den Swaythling-Cup zwischen Österreich und Rumänien begann am Sonntag, dem 15. März 1936, um 11.00 Uhr und endete am folgenden Mittwoch.


1940er Jahre

• Die erste Briefmarke mit einem Tischtennismotiv wurde im Jahr 1949 von Nicaragua herausgegeben.


1950er Jahre

• Im Jahr 1954 wurde erstmals ein Tischtenniswettkampf im Fernsehen übertragen. Der Südwestfunk zeigte das Länderspiel Deutschland gegen die Schweiz aus Baden-Baden.
• Ann Haydon-Jones, die 1957 alle drei WM-Endspiele im Einzel, Doppel und Mixed im fünften Satz verlor, stand ab 1960 zwölf Jahre in den Top Ten im Tennis und gewann Wimbledon.
• Anlässlich der ersten Tischtennis-Europameisterschaft im Jahr 1958 gab das Veranstaltungsland Ungarn einen aus sieben Werten bestehenden Briefmarkensatz mit Tischtennismotiven heraus (Michel-Katalog Nr. 1542-1548). Die Marken hatten einen Wert von 20 beziehungsweise 30 Filler. Es gab sie gezähnt in einer Satzauflage von 60.000 Stück und geschnitten in einer Auflage von 20.000 Stück.


1960er Jahre

• Im Jahr 1961 war die ehemalige Tagesschausprecherin Dagmar Berghoff als 18-Jährige für ein halbes Jahr mit dem Ex-Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU) liiert. Kennen gelernt haben sie sich, als sie bei einem Tischtennisturnier gegeneinander antreten mussten.
• In der Saison 1960/61 kam es zu einem denkwürdigem Verbandsliga-Spiel zwischen den beiden DJK-Vereinen Rheinland Ruhrort und Adler Frintrop. Hans Wilhelm Gäb, damals 24-jähriger Student, berichtete über die Partie für den Düsseldorfer Mittag und schrieb: „Bei der Ruhrorter 6:9-Niederlage vertieften sich der Duisburger Senior Werner Korten und der Frintroper Werner Quay in ein Sicherheitsspiel. 4:3 gewann Korten den ersten Satz, weil die Zeitregel besagt, dass ein Satz nach zwanzig Minuten abgebrochen und entsprechend dem Spielstand gewertet wird. Das erschien den beiden jedoch zuviel der Fehler, denn im zweiten Satz erkämpfte sich Quay mit 1:0 den Satzausgleich. Aber auch das erschien den beiden Kampfhähnen noch arg fehlerhaft gespielt und sie entschlossen sich, überhaupt keine Fehler mehr zu machen. Folglich endete der letzte Satz selbst nach Verlängerung 0:0. Ein regelrechtes Unentschieden also, das für keine Mannschaft gewertet wurde und ein Kuriosum, über das man nur staunen und schmunzeln kann.“


1970er Jahre

• „Tischtennis ist die beliebteste Freizeitbeschäftigung der Nationalmannschaft geworden“, sagte der ehemalige Fußball-Nationaltrainer Helmut Schön, der selbst als 16-Jähriger Sachsenmeister im Tischtennis wurde. Zur Vorbereitung auf die Fußball-Europameisterschaft fand am 10. Mai 1972 in Berlin-Wannsee ein Tischtennisturnier für die Nationalspieler statt und prompt holten die Fußballer danach den EM-Titel in Belgien mit einem 3:0-Endspielsieg gegen die Sowjetunion.
• Bei der Europameisterschaft 1976 in Prag betrug der höchste Gewichtsverlust eines Spielers acht Kilogramm. Ein Profispieler verliert während eines Turniers bis zu sieben Pfund Gewicht pro Wettkampftag. Während eines Satzes (mit 11 Punkten) verbraucht er etwa die doppelte Energie eines Leichtathleten, der 100 Meter in 10,2 Sekunden läuft.
• Auch die Tschechoslowakei brachte zur Europameisterschaft im eigenen Land - wie bereits Ungarn 1958 - Sonderbriefmarken mit Tischtennismotiven heraus.
• Der längste Ballwechsel in der Tischtennisgeschichte dauerte 8 Stunden und 33 Minuten. Diesen schafften am 30. Juli 1978 in Stamford (USA) die Spieler Robert Stiegel und Donald Peters.
• Der Weltrekord im Dauer-Tischtennis beträgt mehr als 105 Stunden. Mitte September 1979 spielten Helmut Hanus und Volker Fernath in Stuttgart im Freien 105 Stunden und 8 Minuten.


1980er Jahre

• Das längste Doppel spielten mit 102 Stunden Roland Merklein, Volker Fernath, Hilmar Küttner und Helmut Hanus aus Stuttgart vom 23. bis 27. Mai 1980.
• Zur Europameisterschaft in Budapest gab Ungarn eine Sonderbriefmarke (Michel-Katalog Nr. 2547) im Wert von 2 Forint in einer Auflage von fast vier Millionen (gezähnt) beziehungsweise 7600 (ungezähnt) heraus. In Deutschland erschien die erste Motivmarke am 21. Februar 1985 in Berlin im Rahmen der Serie „Für den Sport“. Sie hatte einen Wert von 120 + 60.
• 1982 schuf Joachim Kreck am Schneidetisch einen 14-minütigen Kurzfilm mit dem knappen Titel „Tischtennis“, der auf einem Match zwischen Peter Stellwag und Stellan Bengtsson aus dem Oktober 1980 basiert. Der Film wurde von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ ausgezeichnet.
• Im Jahr 1984 spielte der 30-jährige Jean-Marie Sins aus dem Elsass gegen 20 wechselnde Gegner 150 Stunden, 14 Minuten und 53 Sekunden.
• Das längste Einzelmatch bestritten die beiden Baden-Württemberger Uwe Geiger und Thomas Opiol vom 14. bis 21. April 1985. Sie spielten dabei fast 168 Stunden.
• Der Niederländer Adri van Drielen aus Zwolle (Hauptstadt der niederländischen Provinz Overijssel) sammelt Tischtennisbälle. 1986 umfasste seine Sammlung 590 verschiedene Bälle.
• Im Jahr 1985 wurde im westfälischen Münster die Skaband „El Bosso & die Ping Pongs“ gegründet. Warum sie diesen Namen trägt und ob die Mitglieder gerne Tischtennis spielen ist allerdings nicht bekannt. Bekannter ist stattdessen ihr Frontmann Richard „Prof. Richie Sen.“, der 1992 die Band „Dr. Ring-Ding & The Senior Allstars“ gründete.
• 170 Ballwechsel innerhalb einer Minute schafften bei den Internationalen Britischen Meisterschaften am 28. Februar 1986 in Newcastle Allan Cooke und Desmond Douglas (beide Großbritannien). Das sind fast drei Ballwechsel pro Sekunde.
Übertroffen wurde dies am 7. Februar 1993 in Großbritannien von Jackie Bellinger und Lisa Lomas, die mit 173 Ballwechseln den bisherigen Rekord halten.
• 1989 veröffentlichte der DTTB einen Song namens „Magic Ball“, der bei der Tischtennis-Weltmeisterschaft 1989 in Dortmund als offizielle WM-Hymne fungierte. Zur Europameisterschaft 2000 und Mannschafts-Weltmeisterschaft 2006 in Bremen gab es Neuauflagen des Stückes.


1990er Jahre

• 1991 veröffentlichte der griechische Musiker Stamatis ein Instrumentalstück namens „Ping-Pong“. Zu Beginn des Stückes hörte man nur einen elektronisch mit Hall unterlegten Tischtennis-Ballwechsel.
• Im Jahr 1993 gewannen erstmals Zwillinge eine deutsche Meisterschaft. Melanie und Yvonne Wenzel (Hachmühlen) holten den Titel im Schülerinnen-Doppel. Im selben Jahr gewannen sie Silber bei der Jugend-Europameisterschaft im slowenischen Ljubljana.
• Tom Hanks spielte im Film „Forrest Gump“ aus dem Jahr 1994 den gleichnamigen Hauptdarsteller. Zwar ist Forrest Gump keine Intelligenzbestie, doch ein hervorragender Tischtennisspieler, der als Mitglied der US-amerikanischen Nationalmannschaft in China antrat. Damit spielt der Film auf die so genannte „Ping-Pong-Diplomatie“ zwischen China und den USA an. Während der Weltmeisterschaften 1971 im japanischen Nagoya lud China die amerikanischen Tischtennisspieler nach Peking ein. Diesem Besuch folgten weitere Treffen von hochrangigen Politikern, etwa vom amerikanischen Präsidenten Richard Nixon im Jahr 1972, wodurch Spannungen abgebaut und Beziehungen verbessert wurden.
• 1994 brachte die 1977 gegründete österreichische Popband „Erste Allgemeine Verunsicherung“ (EAV) die Maxi-CD „Ping Pong“ auf den Markt.
• Timo Boll wird im Jahr 1997 zum „Juniorsportler des Jahres“ gewählt.
• 1998 brachten J.B.O. (James Blast Orchester) das Album „Meister der Musik“ bei BMG heraus. Am Ende des Titels „Ich liebe dir“ kommt es zu folgendem Dialog zwischen Christoph und Hannes G. Laber Holzmann: „Christoph, hallo?“, „Ja, Hannes.“, „Ey, mir reicht es jetzt, komm wir gehen Tischtennis spielen.“, „Ja, endlich!“ Danach hört man einen Tischtennisball auf einem Tisch hin und herspringen.
• Im Jahr 1999 erschien von den Computerjockeys, einem elektronischen Musik-Duo, auf ihrem gleichnamigen Album „Computerjockeys“ vom Plattenlabel Harvest / EMI in Köln ein Instrumentalmusikstück, das einen „Pingpongball“ zum Inhalt hatte, der im Stereokanal Hin- und Her fliegt. „Pingpong“ war im Jahr 2000 weltweit ein Independent-Clubhit und das dazugehörige Musikvideo gewann verschiedene Musikvideo-Preise, zum Beispiel den Publikumspreis bei den Kurzfilmtagen in Oberhausen.
• Einen kleinen Beitrag zur Völkerverständigung leistete der Tischtennissport bei den Special Olympics 1999, die in Raleigh (North Carolina) stattfanden und vom damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Bill Clinton, eröffnet wurden. Trotz der politischen Unruhen in der Heimat startete in den USA ein israelisch-palästinensisches Doppel, welches vom jordanischen König Abdullah gesponsert wurde.


2000er Jahre

• Der größte Rundlauf fand am 27. April 2000 in Bremen parallel zur Europameisterschaft statt. An 40 Tischen spielten 245 Hobbyspieler 61 Minuten lang. Dieser Rekord wurde 2002 im Rahmen der Stuttgarter Olympiabewerbung für die Sommerspiele 2012 überboten. 454 Aktive spielten bei einer Werbeaktion auf dem Stuttgarter Marktplatz an 50 Tischen 62 Minuten lang. Die Bremer holten sich den Rundlaufweltrekord aber im Rahmen der letzten Mannschafts-Weltmeisterschaften 2006 zurück. 359 Akteure spielten an 47 Tischen genau 62:04,89 Minuten. Der Rekord wurde im Rahmen der letzten Mannschafts-Weltmeisterschaften 2006 in Bremen mit 359 Spielern, die an 47 Tischen genau 62:04,89 Minuten spielten gebrochen. Diese Aktion gelangte ins Guinness-Buch der Rekorde.
• Ebenfalls zur Europameisterschaft rief der DTTB dazu auf, einen Tischtennisball künstlerisch anzumalen. Die Aktion wurde ein voller Erfolg, denn 33.000 bemalte Bälle wurden eingesandt und anschließend prämiert.
• Während der Europameisterschaft stellte Ulf Lesemann ein von ihm entwickeltes neues Rückschlagspiel vor, das Tischgolf heißt. Es vereint Bewegungselemente aus Tischtennis, Golf, Tennis und Squash. Gespielt wird auf einer Tischgolfspielbahn, die einem schmaleren, auf einer Seite hochgeklappten Tischtennistisch sehr ähnlich sieht. Sie besteht aus einer horizontalen Spielfläche, die 2,8 Meter lang, 80 Zentimeter breit und 35 Zentimeter hoch ist. Die vertikal aufgestellte Returnwand ist 2 Meter hoch und besitzt ein kleines Loch über der oberen Auslinie. Gespielt wird mit normalen Tischtennisschlägern, die aber einen längeren Griff besitzen, der mit beiden Händen gehalten wird. Es können die normalen 40-mm-Bälle oder Jumbobälle verwendet werden. Die beiden Spieler stehen links und rechts neben der Spielbahn und schlagen abwechselnd, wobei der Ball hinter einer vorderen Auslinie aufspringen muss. Volleyschläge sind nicht erlaubt. Gespielt wird auf zwei Gewinnsätze, die bis 21 Punkte gehen, alle fünf Punkte wechselt der Aufschlag, bei zehn Punkten ist Seitenwechsel. Erreicht ein Spieler 20 Punkte, so ändert sich die Zählweise. Der Aufschlagwechsel erfolgt nach jedem Punkt und das Loch im oberen Ausfeld kommt ins Spiel, denn der 21. Punkt zum Satzgewinn kann nur durch einlochen erzielt werden. Weitere Informationen erhält man unter: http://www.tablegolf.de
• Kong Linghui, Tischtennisweltmeister des Jahres 1995 und Sieger der Olympischen Spiele von Sydney 2000, ist in der 76. Generation ein seitlicher Nachfahre des berühmten chinesischen Philosophen Konfuzius. Nachkommen von Konfuzius (551 – 479 vor Christus) haben in China ein hohes soziales Ansehen, und der Stammbaum wird von einem eigens eingerichteten Institut gepflegt. Nachdem das Familienstammbuch von Kong Linghui in den Wirren der Kulturrevolution (durch Mao Tse-Tung in den Jahren 1965/66 eingeleitete Massenbewegung gegen die Bürokratisierung des Staatsapparates und die kapitalistischen Tendenzen im Wirtschaftsbereich, die mit Demonstrationen begann und beinahe im Bürgerkrieg endete) verloren ging, konnte seine Nachkommenschaft an Hand eines Stammbuchs eines Vetters eindeutig belegt werden.
• In der französischen Actionkomödie „Taxi Taxi“ von Luc Besson aus dem Jahr 2000 wird in einer Szene die Polizei von Marseille beim Kampftraining gezeigt. Dabei wird Emilien (Frédéric Diefenthal) von seiner Kollegin Petra (Emma Wiklund) ein ums andere Mal unsanft auf die Matte geworfen. Danach kommt es zu einem Gespräch in der Umkleidekabine.
Emilien: „Sag mal Petra, machst Du schon lange Judo?“
Petra: „Nein, noch nicht so lange. Das ist eigentlich nicht mein Sport.“
Emilien: „Ah, und was ist Dein Sport?“
Petra: „Karate! Das ist viel effektiver.“
Emilien: „Ah, bei mir war es Tischtennis. Nicht so effektiv beim Kämpfen, aber die Philosophie ist verwandt!“
• Im Jahr 2000 begannen Remco Schuurbiers und Bijan Dawallu damit, einmal im Monat ihre selbst gefertigte Tischtennisplatte in Clubs – vornehmlich in Berlin – aufzustellen und dazu Countrymusik aus den 50er und 60er Jahren aufzulegen. „Viele mögen Country, nur wissen es die meisten noch nicht“, sagt Dawallu zur ungewöhnlichen Musikwahl. Ums Gewinnen geht es bei den Partys auch nicht, es wird Rundlauf gespielt. „Die Leute wollen einfach um die Platte laufen und dabei ins Gespräch kommen“, so wie die 27-jährige Eva: „Am Anfang hört man noch belustigt hin, aber irgendwann rennt man dann wie in Trance um die Platte.“ Mittlerweile haben die beiden Organisatoren, die nach eigener Aussage selbst nicht gut Tischtennis spielen können, über 600 Interessierte in ihrem E-Mail-Verteiler. http://www.pingpongcountry.de
• Am 24. März 2001 ging der Turnklub Berenbostel 1963 einen ungewöhnlichen Weg, um Werbung für den Tischtennissport zu machen. In Kooperation mit dem benachbarten SV Wacker Osterwald präsentierten die beiden Vereine ein ganztätiges Tischtennis-Show- und Aktionsprogramm in einem Möbelhaus in Hannover-Garbsen. 2000 Besucher des Möbelhauses konnten den Spielern zuschauen, selbst mitspielen oder das Tischtennis-Sportabzeichen erwerben. Höhepunkt des Tages war das packende Regionalligaspiel zwischen dem TK Berenbostel und dem TV Glinde, dass Berenbostel nach einem 0:6-Rückstand nach über vier Stunden Spielzeit noch mit 9:7 gewann.
• Für seinen Film „Klein, schnell und außer Kontrolle“ über Timo Boll und Lars Hielscher erhielt Jörg Adolph 2001 den Deutschen Fernsehpreis in der Sparte Dokumentarfilm. Der Film zeigt die Vorbereitung der beiden Tischtennisspieler auf ein großes Turnier. Jörg Adolph hat einen eigenwilligen Erzählstil, bei dem er dem Zuschauer nicht die übliche Meterware anbieten möchte. Stattdessen setzt er auf Ausführlichkeit und eine ruhige Darstellung der Ereignisse und verzichtet auf den erläuternden Off-Kommentar. Adolph absolvierte zunächst ein Studium der Medienwissenschaft in Marburg, eher er sich an der Hochschule in München bewarb und dort sechs Jahre in der Abteilung „Fernsehpublizistik und Dokumentarfilm“ studierte.
• 2001 erklärte die ITTF in Osaka die Österreicherin Trude Pritzi und die US-Amerikanerin Ruth Aarons ganze 64 Jahre nach ihrem Finale von Baden postum gemeinsam zu Weltmeisterinnen im Einzel. Was war damals geschehen? Beim Stand von 21:12, 8:21 und 19:16 für Trude Pritzi wurde die Partie nach 1.45 Stunden wegen einer – kurzfristig beschlossenen – Zeitüberschreitung abgebrochen und beide Spielerinnen disqualifiziert. Als Konsequenz daraus durften Sätze nur noch 20 Minuten dauern und die Netzhöhe wurde von 17 auf 15,25 Zentimeter reduziert. Ruth Aarons beendete kurze Zeit später ihre Karriere. Trude Pritzi, 1920 in Wien geboren und im Alter von 48 Jahren verstorben, setzte ihre WM-Laufbahn noch bis 1955 fort. Zwei ihrer insgesamt fünf Weltmeisterschaftstitel gewann die Österreicherin nach der Annexion ihres Landes als Deutsche, 1939 im Doppel an der Seite von Hilde Bussmann.
• Im Juni 2001 wurde in der Zeitschrift „deutscher tischtennis sport“ (dts) die schwerste Sechsermannschaft Deutschlands vorgestellt. Mit einem Durchschnittsgewicht von 117,4 Kilogramm pro Spieler setzte sich das Team vom FC Maxhütte-Haidhof (nördlich von Regensburg gelegen) knapp gegen den ASV Altenlingen und den SV Iptingen durch.
• Im September 2001 stellte der 1. TTC Ketsch einen 24-Stunden-Rekord im Tischtennis auf. Dabei spielten über die Dauer von 24 Stunden nacheinander jeweils zwei Spieler an einem Tisch, wobei jeder Spieler nur einmal und für maximal zehn Minuten spielen durfte. An dieser Aktion beteiligten sich insgesamt 1036 Spieler, darunter auch der niederländische Weltklassespieler Trinko Keen.
• Im Herbst des Jahres 2001 trafen der damalige britische Premierminister Tony Blair und der englische Tischtennisnationalspieler Matthew Syed beim Parteitag der Labour-Partei zusammen. Syed, einer der besten Abwehrspieler der Welt und Oxford-Absolvent, will in die Politik gehen. „In meinem Heimatort will ich endlich die Konservativen ablösen.“ Übrigens spielte Tony Blair zu Unizeiten selbst Tischtennis, so dass sich beide über Syeds Spiele bei Olympia in Sydney unterhielten.
• Im Jahr 2002 äußerte sich der US-amerikanische Tennisspieler Pete Sampras in der Zeitung St. Louis Post Dispatch über den Generationswechsel im Davis Cup Team mit jungen Spielern wie Andy Roddick, James Blake und Marty Fish. „Sie schauen sich die Simpsons an, können nicht mal eine halbe Stunde lang stillsitzen, und nach dem Abendessen spielen sie in Unterwäsche Tischtennis.“
• 2002 erschien im Droemer Knaur Verlag das Buch „Ping Pong“ von Birand Bingül. Es handelt vom türkischstämmigen Studenten Hakim, der in seiner Freizeit ein begeisterter Tischtennisspieler ist und als Aushilfsmoderator beim Radio jobbt. Der Hauptdarsteller steckt in einer Lebenskrise, weil der beste Freund ihm die Freundin ausgespannt hat und alle Frauen die Flucht ergreifen, wenn er von seinem Hobby, dem Tischtennissport, erzählt. So vergleicht er die Schwierigkeiten in seinem Leben immer wieder mit einem Tischtennismatch.
• Im Jahr 2002 erschien der Film „Mr. Deeds“ in den Kinos. Nach dem Tod des Medienmoguls Preston Blake (Harve Presnell) suchen der Direktor des Unternehmens, Chuck Cedar (Peter Gallagher), und der Justiziar, Cecil Anderson (Erick Avari), den Erben der Firmenanteile im Wert von 40 Milliarden Dollar. In Mandrake Falls finden sie Longfellow Deeds (Adam Sandler), ein sympathisches Landei, der seine Anteile nach einer kurzen – aber aufregenden – Zeit in New York verkauft. Chuck Cedar will jedoch die Firma zerschlagen, so dass Deeds nach New York zurückkehrt und die Aktionäre davon überzeugen will, auf den Verkauf ihrer Anteile zu verzichten. Dabei fragt er sie nach ihren Träumen aus der Kindheit, die nichts mit dem Anhäufen von Reichtum zu tun gehabt haben. Neben Berufswünschen wie Tierarzt oder Feuerwehrmann erzählt Cecil Anderson: „Ich wollte mal ein Ping-Pong-Champignon sein.“
• Im Herbst 2002 machten Gerüchte um ein Karriereende des damals 37-jährigen Jan-Ove Waldner die Runde. Der Schwede fiel in der Stockholmer Kneipe des Fußballers Tomas Brolin von einem Hocker und brach sich den Fuß. Nach einer Operation muss Waldner mindestens sechs Wochen lang einen Gips tragen, rechnet selbst aber mit einer schnellen Genesung. „Ich hoffe, dass ich bis zur EM und WM im kommenden Jahr wieder fit bin.“
• Übrigens hat Jan-Ove Waldner keinen Führerschein. Zwar gewann Waldner schon als Teenager einen Porsche, doch der wurde sofort wieder verkauft. Auch hat er bereits einige Fahrstunden absolviert, doch bisher nie versucht, die Prüfung abzulegen. „Ich brauche keinen Führerschein. Ich bin sowieso nie zu Hause. Und wenn ich schon mal in Stockholm bin, komme ich auch so überall hin.“
• Nach seinem Werk „Das große Buch des Tischtennis“ hat Jürgen Schmicker, Trainer des SC Bayer Uerdingen, nun einen Krimi mit dem Titel „Mord am Bökelberg“ geschrieben. Der Krimi handelt von Mord auf dem Bökelberg, dem ehemaligen Stadion von Borussia Mönchengladbach, und spielt in den 70er Jahren. Inspiriert wurde Jürgen Schmicker durch seine Kindheitserinnerungen als Fan in der Nordkurve des Stadions.
• Am 28. September 2003, zu Werner Schlagers 31. Geburtstag, wird sein Porträt auf einer 55-Cent-Briefmarke verewigt. Damit wird in Österreich ein ehernes Gesetz gebrochen, denn bisher dürfen als einzige Lebende nur der Papst und der Bundespräsident auf Briefmarken abgebildet werden. Eine große Ehre also für Werner Schlager, die nicht einmal österreichischen Sportstars wie Niki Lauda (Rennfahrer), Toni Sailer (Skifahrer) oder Hans Krankl (Fußballer) zu Teil wurde. Dementsprechend stolz war Schlager: „Schon als ich nach meinem WM-Titel davon erfahren habe, war ich so was von weg. Wenn ich denke, dass man auf einer Briefmarke durch die ganze Welt geschickt wird. Das kann man nicht mit Worten beschreiben.“
• Ebenfalls 2003 erhielt Werner Schlager das „Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ und sagte: „Das hier ist sicher meine größte Auszeichnung.“
• Auch Timo Boll wurde im Jahr 2003 ausgezeichnet. Er wurde zu „Hessens Sportler des Jahres“ gewählt. Stellvertretend für den beim World Team Cup in China weilenden Nationalspieler nahmen seine Eltern die Auszeichnung von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) und Rolf Müller (Präsident des Landessportbundes) im Wiesbadener Kurhaus entgegen.
• Als erste Spielsportart überhaupt hat Tischtennis das Gütesiegel „Sport pro Gesundheit“ des Deutschen Sportbundes (heute Deutscher Olympischer Sportbund) erhalten, denn zwei Studien der Universität Magdeburg haben eine bedeutsame Steigerung der Ausdauerleistung durch ein spezielles Kursprogramm Gesundheitssport belegt. Bisher wurde diese Auszeichnung nur den Sportarten Schwimmen, Turnen und Leichtathletik zuerkannt.
• Um das Verhalten von Lawinen zu erforschen, hat ein japanisch-britisches Forscherteam im Jahr 2004 die unvorstellbare Menge von 550.000 Tischtennisbällen eine Skisprungschanze herunterrollen lassen. Die Tischtennisbälle eignen sich besonders gut, weil sie sich ähnlich verhalten wie Schneepartikel bei einem echten Pulverschneeabgang. Die Forscher der Universitäten Hokkaido und Cambridge nahmen die künstliche Lawine mit Kameras und Luftdrucksensoren auf und berechneten aus den Aufzeichnungen ein mathematisches Modell, welches das Verhalten von Pulverschnee vorhersagen soll.
• Einen dramatischen Zwischenfall erlebte die österreichische Damenmannschaft in Doha (Katar). Da der vorgesehene Fahrer nicht kam, der die Frauen ins Stadtzentrum fahren sollte, bot sich ein Unbekannter als Chauffeur an. Als die Spielerinnen jedoch in seinem Wagen ein blutverschmiertes Tuch fanden, wollten sie schnellstmöglich aussteigen, aber anstatt anzuhalten, gab der Fahrer Gas. Daraufhin verriss Judith Herczig das Lenkrad und Kataryna Wolf zog die Handbremse, so dass der Wagen sein Tempo verlangsamte. Die vier Frauen sprangen aus dem Auto, wurden aber vom Fahrer noch über Blumenbeete und Verkehrsinseln hinweg verfolgt, bis sie ihm glücklicherweise entkommen konnten.
• Felix Kahlhöfer vom Theodor-Fliedner-Gymnasium in Düsseldorf wurde 2004 vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau mit 1700 Euro für eine „außergewöhnliche Arbeit“ im Wettbewerb „Jugend forscht“ ausgezeichnet. Der 18-Jährige untersuchte das Grenzverhalten des chaotischen Hüpfballs. Dazu klebte er einen Glasteller auf einen Tieftonlautsprecher und ließ einen Tischtennisball in einem Glasrohr mit Hilfe von kräftigen Sinustönen hüpfen. Ein Mikrofon erfasste die Klickgeräusche des Balles bei der Landung auf dem Glasteller, was von einem Computer ausgewertet wurde. Das Ergebnis überraschte, denn bei sehr lauten Tönen wurde das Hüpfen des Balles chaotisch, die Höhe war bei jedem Sprung unberechenbar und völlig willkürlich.
• Am 2. November 2004 eröffnete Jan-Ove Waldner zusammen mit seinen schwedischen Landsleuten Michael Nylander (Eishockey) und Robert Wells (Musiker) in Peking ein Restaurant, das den Namen „W – Viking Sweden – Sport & Music – Restaurant & Bar“ trägt. 200 Journalisten berichteten von der Eröffnungsfeier, selbst das chinesische Staatsfernsehen. Serviert werden sollen typisch schwedische Gerichte wie Köttbullar (Hackbällchen).
• Michael Geiger ist 2005 der erste deutsche Tischtennisschiedsrichter, der die Ausbildung zum „International Blue Badge Umpire“ erfolgreich abgeschlossen hat. Der Steuerberater aus Haslach schiedste bereits bei der Europameisterschaft 2000 in Bremen, den US Open und den Paralympics 2004 in Athen. „Die Schiedsrichterarbeit ist für mich ein faszinierendes Hobby, in das ich genauso wie in das Motorrad fahren gerne investiere“, so Geiger.
• Bei diesem Namen braucht man Humor, und den hat Schiedsrichter Bernd Buhmann auch. „Wenn mich mal ein Spieler anmacht, weil er mit einer Entscheidung nicht einverstanden ist, zeige ich auf mein Namensschild und erkläre ihm: Du siehst ja, worauf du dich eingelassen hast. Der Name bürgt für Qualität.“
• Informatikern der Technischen Universität Chemnitz gelang es 2005, ein virtuelles Tischtennisspiel in eine realitätsnahe Welt zu übertragen. Die Spielumgebung mit Tisch, Netz und Ball wird durch eine Rückprojektion auf einer Großbildleinwand erzeugt. An einem normalen Schläger werden Referenzpunkte angebracht, die der Computer beim Spielgeschehen berechnet. Mit einer 3-D-Brille ausgestattet kann der Spieler nun dem virtuellen Ball nachjagen. Ein Dolby-Surround-System sorgt für die entsprechende Akustik, etwa den Ballaufsprung auf dem Tisch.
• Der deutschstämmige Rumäne Liviu-Dieter Nisipeanu wurde 2005 in Warschau Schacheuropameister. Als Grund für den EM-Gewinn gab der Großmeister an: „Mein Geheimnis für den Titelgewinn bestand aus zwei Stunden Tischtennistraining am Tag!“ Weiter erzählt er: „In Warschau war während des Turniers alles schlecht, bis hin zum Essen – dafür war aber der Tischtennistisch immer frei.“ Mit seinem Landsmann Alin Berescu spielt Nisipeanu „regelmäßig seit unserer Kindheit Tischtennis.“
• Im Mai 2005 wurde unter dem Motto „Ein Dorf spielt Tischtennis“ durch den TTC Bavaria Wiesen (Spessart) 100 Stunden lang ohne Unterbrechung an mindestens zwei Platten Tischtennis gespielt. Damit stellt der TTC den deutschen Rekord für die längste ununterbrochene Breitensportveranstaltung.
• Im Jahr 2005 spielte Adam Sandler im Film „Spiel ohne Regeln“ (The longest yard) den Football-Quarterback Paul Crewe. Seine Karriere ist vorbei, nachdem er ein Spiel manipuliert hat. Als er sich betrunken eine Verfolgungsjagd mit der Polizei liefert, die in einem Massencrash endet, wird er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Im Gefängnis soll er mit seinen Mithäftlingen gegen die Wärter ein Footballmatch bestreiten. Er versucht, eine Mannschaft zusammenzustellen und rekrutiert Spieler. Turley, gespielt von Dalip Singh, der bereits drei Mal den elektrischen Stuhl überlebt hat, rekrutiert er bei einem Tischtennisspiel.
• 2005 fanden in Höhr-Grenzhausen die ersten European Large Ball Open mit 130 Teilnehmern aus Japan, Hongkong, Serbien, Kroatien, Italien, Polen, Deutschland und der Türkei statt. Beim Large-Ball-Tischtennis wird ein 44-mm-Ball (normal: 40 mm) verwendet und über ein Netz mit einer Höhe von 17,25 Zentimeter (normal: 15,25 cm) gespielt. Außerdem sind nur Beläge mit kurzen Noppen außen erlaubt. Diese Tischtennisvariante ist in Japan bereits ein Volkssport, der besonders bei den Senioren beliebt ist, weil das Spiel wesentlich langsamer ist und durch die kurzen Noppen weniger Effet erzeugt werden kann. Dadurch kommen längere Ballwechsel zustande. Sieger in der Herren-A-Klasse wurde der serbische Nationalspieler Rade Markovic, bei den Damen gewann die ehemalige deutsche Nationalspielerin Olga Nemes.
• DFB-Präsident Theo Zwanziger ist ein bekennender Tischtennisfan und -spieler. Auf der privaten Feier zu seinem 60. Geburtstag im Jahr 2005 präsentierten die Doppelweltmeister von 1989, Jörg Rosskopf und Steffen Fetzner, in Altendiez einen tollen Showkampf. Auch Horst Eckel, Fußballweltmeister von 1954, griff gegen Theo Zwanziger zum Schläger. „Zwar musste ich im Duell mit Horst Eckel erfahren, dass meine frühere Spielfähigkeit sehr gelitten hat, dies berührt allerdings nicht meine Sympathie für diese Sportart“, so Zwanziger, der „von Kind an ein großer Freund des Tischtennissports ist.“
• Hans Wilhelm Gäb, Ehrenpräsident des DTTB, wurde im Dezember 2005 als „Medienperson des Jahres im Sport“ mit dem „Laureus“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Unter anderem gründete Gäb den Verein „Sportler für Organspende“.
• Nationalspieler Christian Süß aus Ahlen wurde 2005 von den Zuschauern der Sendung „Sport im Westen“ zum „NRW-Sportler des Jahres“ gewählt. Mit 47,6 % lag er deutlich vor Schwimmer Mark Warnecke, der 23,6 % der Stimmen erhielt.
• Als erster Tischtennisspieler erhielt Timo Boll 2005 den Medienpreis „Bambi“ in der Kategorie „Helden des Sports“. Weitere Preisträger sind Michael Ballack (Fußball), Uschi Disl (Biathlon), Meredith Michaels-Beerbaum (Springreiten), Vladimir und Vitali Klitschko (Boxen) und Faris Al-Sultan (Triathlon). Ausschlaggebend für Bolls Nominierung war, dass er beim Weltcup in Lüttich auf dem Weg zum Titelgewinn die drei weltbesten Chinesen Wang Liqin, Ma Lin und Wang Hao bezwungen hat.
• Im Jahr 2006 kam der Film „Mongolian Ping Pong“ vom chinesischen Regisseur Ning Hao in die deutschen Kinos, der auf der Berlinale für Erstaunen sorgte. Erzählt wird die Geschichte des mongolischen Jungen Bilike, der einen Tischtennisball findet, den er für eine mystische Perle hält. Zunächst spinnt sich Bilike in seiner Phantasie kleine Geschichten um seinen Fund zusammen, kommt dann aber dem Rätsel der Herkunft auf die Spur. So macht er sich schließlich mit zwei Freunden auf den Weg nach Peking, um den Ball an seinen Bestimmungsort zu bringen. „Eine intensiv gespielte und wunderschön fotografierte Hommage an die kindliche Phantasie und Neugier auf die Welt“, lobt der Filmdienst.
• Zur Fußballweltmeisterschaft 2006 brachten die Sportfreunde Stiller ein Konzeptalbum zum Thema Sport und Fußball heraus. Sicherlich kennt man das Lied „54, 74, 90, 2006“, das während der WM zum Ohrwurm wurde. Auf der CD befasst sich aber auch ein Titel mit dem Tischtennissport, nämlich „Mag Tischtennis“, wo es heißt: „Mag doch einfach Tischtennis mein Kind, schau wie gut Chinesen darin sind.“
• Zur Mannschaftsweltmeisterschaft 2006 in Bremen schrieb der Deutsche Tischtennis Bund 7000 Schulen an. Die Aufgabe an die Schüler lautete: Wer gestaltet den schönsten Tischtennisschläger im ganzen Land? 381 Schulen beteiligten sich mit 19.516 Entwürfen. Sieger wurden Yasmine Polenz, Tobias Loritz und Lukas Grannath, die zur Belohnung vom DTTB zu den German Open nach Bayreuth eingeladen wurden.
• 2006 erschien der Film „Bierfest - Das König der Filme“ von den Komödienspezialisten „Broken Lizard“ um Regisseur Jay Chandrasekhar in den deutschen Kinos, die zuvor die Filme „Super Troopers - Die Superbullen“ oder „Club Mad“ produziert hatten und auch an der Komödie „Ein Duke kommt selten allein“ beteiligt waren. In „Bierfest“ müssen US-Amerikaner in einem Trinkwettkampf gegen Bayern antreten. Ein Trinkspiel ist „Beer Pong“, eine Art Tischtennis, bei dem mit Speckbrettern gespielt wird und bei dem man Zusatzpunkte erhält, wenn man den Ball in einen der beiden Bierkrüge, die auf jeder Tischhälfte stehen, hineinschlägt.
• Im November 2006 lief der Film „Pingpong“ in den deutschen Kinos an. Der Film von Matthias Luthardt wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und handelt von einer Mittelschichtsfamilie, deren Familiengefüge ins Wanken gerät als sich der 16-jährige Paul in seine Tante verliebt. Im Garten wird immer wieder Tischtennis zur Problembewältigung gespielt.
• Die US-amerikanische Abenteuerserie „Lost“ erzählt die Geschichte der 48 Überlebenden eines Flugzeugabsturzes, die sich auf eine Insel im Pazifik gerettet haben. In der 3. Staffel aus dem Jahr 2006 (zum Beispiel in Folge 16, die den Titel „Catch-22“ trägt) sieht man die unfreiwilligen Inselbewohner am Strand auf einer provisorisch aus Wrackteilen zusammengebauten Tischtennisplatte spielen. Die Serie, die seit 2004 ausgestrahlt wird, erhielt bereits zahlreiche Preise, darunter die „Emmy“-Auszeichnung in der Kategorie „Beste Dramaserie“ aus dem Jahr 2005.
• Die neunjährige Susanne Reinhardt war 2007 die millionste Teilnehmerin bei den Tischtennis-Mini-Meisterschaften. Sie gewann den Ortsentscheid des VfL Zusamaltheim (Bayern) und wurde zum Bundesfinale nach Stuttgart eingeladen.
• Im Wahlkampf um den Posten des kalifornischen Gouverneurs hat der Ex-Schauspieler Arnold Schwarzenegger die Herausforderung zu einem Tischtennismatch gegen den 80-jährigen Byng Forsberg angenommen. Als Siegprämie winken Schwarzenegger umgerechnet 100 Euro zur Unterstützung seines Wahlkampfes. Leichtes Spiel hat der frühere „Terminator“-Darsteller allerdings nicht, denn Byng Forsberg hat bereits zahlreiche Seniorenmeisterschaften gewonnen und empfahl Schwarzenegger selbstbewusst „ein wenig zu üben. Es wäre schön, wenn der Ball wenigsten ein paar Mal hin- und herfliegt.“ Arnold Schwarzeneggers Sprecher Matt Davis scherzte bereits: „Wir müssen anschließend vielleicht einen Wettbewerb im Gewichtheben veranstalten, damit er sich rehabilitieren kann.“
• Der Film „Match Point“ aus dem Jahr 2005 handelt von Chris Wilton (Jonathan Rhys Meyers), der aus einfachen irischen Verhältnissen stammt und nach dem Ende seiner mittelmäßigen Karriere als Tennisprofi nach London geht, um dort in einem exklusiven Club als Tennislehrer zu arbeiten. Dort lernt er auch Tom Hewett (Matthew Goode) kennen, den Sohn einer Industriellenfamilie aus der Londoner High Society. Dessen Schwester Chloe (Emily Mortimer) verliebt sich nach einer Tennisstunde in Chris und die beiden werden ein Paar. Chris beginnt jedoch eine Affäre mit Toms Freundin Nola Rice (Scarlett Johansson), einer erfolglosen US-Schauspielerin, die ihn im Haus der Hewetts zu einer Partie Tischtennis herausfordert. Der Film erhielt 2006 den Preis „Bester europäischer Film“ und war neben vier Golden Globe Nominierungen im selben Jahr in der Kategorie „Bestes Originaldrehbuch“ für den Oscar nominiert.
• Im Film „Borat - Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen“ mimt der englische Schauspieler Sacha Baron Cohen den kasachischen Fernsehreporter Borat Sagdijev. Zu Beginn wird deutlich, dass der Tischtennissport selbst in kleinen kasachischen Dörfern populär ist. Neben Baden und Disco-Dance gibt die Hauptfigur „Borat“ als Hobby Ping Pong an. Man sieht ihn für kurze Zeit in einer heruntergekommenen Turnhalle einige Bälle schlagen. Der Film war nach seiner Premiere auf dem Toronto Filmfestival 2006 stark umstritten, da „Borat“ eine offene antisemitische und frauenfeindliche Grundhaltung einnimmt. Durch seine Mischung aus „bissiger Gesellschaftssatire und purem Schwachsinn“ (Christoph Petersen), traf der Film bei vielen Kritikern jedoch auf große Resonanz und räumte zahlreiche Auszeichnungen ab.
• Der Hamburger Stanislaw Schmidt sammelt Tischtennisbälle und besitzt mittlerweile 1500 Bälle aus der ganzen Welt. Richtig begonnen hat seine Leidenschaft im Jahr 2006, als er eine Internetseite (http://www.tischtennisbaelle.org) als Studienprojekt programmierte und die Bälle fein säuberlich nach Farbe, Größe, Sternen und Hersteller katalogisierte. „Damals bin ich über das Internet mit vielen anderen Sammlern aus der ganzen Welt in Kontakt gekommen. Das hat einen richtigen Schub gegeben“, erklärt Stanislaw. Einen großen materiellen Wert hat die Sammlung nicht, dafür einen ideellen und Stanislaw Schmidt ist durch sein Hobby mit Sammlern aus Bulgarien, Dänemark, Holland, Italien und Brasilien in Kontakt getreten, um Bälle zu tauschen. Daher ist auf seiner Internetseite auch eine Tauschbörse zu finden, wo Bilder von doppelten Bällen mit einem „Tauschen“-Symbol gekennzeichnet sind.
• Die Funsportart „Headis“ wurde 2006 vom saarbrücker Sportstudent René Wegner in einem Freibad in Kaiserslautern erfunden. Headis verbindet das Kopfballspiel des Fußballs mit dem Tischtennissport, wobei der 100 Gramm schwere Gummiball nur mit dem Kopf gespielt werden darf. Der Tisch kann dagegen mit allen Körperteilen berührt werden und auch Volleykopfbälle sind erlaubt. Es wird auf zwei Gewinnsätze gespielt, ein Satz zählt als gewonnen, wenn ein Spieler elf Punkte erreicht und dabei mindestens zwei Zähler Vorsprung hat. Weitere Informationen findet man unter: http://www.headis.de
• Im Juli 2007 war der spanische Sänger Enrique Iglesias in den deutschen Charts unter den Top-Ten mit dem Titel „Do you know - The Ping Pong Song“ vertreten. Zu Beginn des Songs hört man einen Tischtennisball hin- und herspringen.
• In der 70er Show auf RTL kam heraus, dass der Moderator Johannes B. Kerner als Kind verschiedene Sportarten betrieben hat. Unter anderem spielte er auch Tischtennis im Verein.
• In einer Folge von „The King of Queens“ bringt Arthur Spooner (Jerry Stiller) eine Tischtennisplatte mit nach Hause und schlägt Doug Heffernan (Kevin James) eindeutig, weil Arthur nach eigener Aussage Ping Pong „auf der Straße gelernt hat. Dort hieß es Sieg oder Tod.“ Doug spielt danach gegen seine Frau Carrie (Leah Remini), doch auch sie ist eine Klasse besser. Doug kann mit der Niederlage nicht umgehen und bittet Arthur, ihn zu trainieren. Nach zwei Wochen heimlichen Trainings in der Garage – unter anderem mit einem Kochlöffel als Schlägerersatz – tritt Doug erneut gegen seine Frau an und gewinnt, doch am Abend vor dem Schlafengehen kommt heraus, dass Carrie ihn hat gewinnen lassen. Das Match wird auf der Stelle wiederholt und Carrie besiegt ihren Gatten mit 21:3. Am Ende der Folge sieht man Doug und Carrie dann Basketball gegeneinander spielen.
• Auch DFB-Präsident Theo Zwanziger war in seiner Jugend in einem Tischtennisverein aktiv. Als er im Jahr 2007 die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen bei der erfolgreichen WM-Titelverteidigung nach China begleitete, spielte er im Mannschaftshotel „Pudong Shangri-La“ zur Auflockerung häufiger Tischtennis gegen die Nationalspielerinnen.
• Der österreichisch-deutsche Film „Die Fälscher“ aus dem Jahr 2007 basiert auf einem wahren Geschehen und handelt vom größten Geldfälschungsprogramm der Nationalsozialisten während des 2. Weltkriegs. Im Februar 2008 gewann der Film den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“. Im Berlin der 1930er-Jahre ist Salomon Sorowitsch (Karl Markovics) eine Figur der Halb- und Unterwelt. Mit dem Fälschen von Geld und Dokumenten verdient er seinen Lebensunterhalt. Schließlich wird er von einem Berliner Kriminalbeamten namens Friedrich Herzog (Devid Striesow) verhaftet und kommt ins Konzentrationslager Sachsenhausen. Dort werden Sorowitsch und ein paar andere Häftlinge gesondert in einer Halle empfangen. Es begrüßt sie der ehemalige Kriminalbeamte Herzog, der inzwischen als Obersturmbannführer in der SS tätig ist. Herzog ist mit der „Aktion Bernhard“ beauftragt worden, der Fälschung ausländischer Devisen im großen Stil. Die speziell für diese Geheimoperation ausgewählten Häftlinge sollen dabei mit ihren Kenntnissen behilflich sein. Relativ privilegiert dürfen diese in einem vom Rest des Konzentrationslagers abgetrennten Teil arbeiten und leben. Sie werden zwar besser versorgt, doch auch sie werden permanent mit dem Tode bedroht. Herzog schenkt den Gefangenen nach dem geglückten Fälschen der britischen Pfundnoten eine Tischtennisplatte, auf der sie in ihrer Freizeit spielen können. Doch während sie spielen müssen sie hören wie Mitgefangene im anderen Teil des Lagers erschossen werden.
• Racketlon ist eine neue Sportart, die die vier Rückschlagspiele Tischtennis, Squash, Badminton und Tennis miteinander verbindet und sich langsam aus Nordeuropa in südlichere Gefilde ausbreitet. Federführend für die Entwicklung waren die Schweden, die bereits seit 1990 nationale Turniere veranstalten. In Österreich wird die Sportart seit 2003 in Turnierform ausgetragen und ist dort auch unter der Bezeichnung „Schlägervierkampf“ bekannt. Im gleichen Jahr wurde dann auch erstmals die „World Tour“ ausgetragen. In dieser Sportart treten zwei Spieler in allen vier Disziplinen gegeneinander an. Dabei wird jeweils ein Satz bis 21 Punkte ausgetragen. Sieger ist am Ende der Spieler, welcher insgesamt die meisten Punkte erzielen konnte. Der 1. Internationale Challenger in Deutschland fand vom 16. bis 18. November 2007 im Sportpark Fürth statt. Der internationale Verband ist die FIR (Federation Internationale de Racketlon). Mehr Informationen erhält man unter: http://www.racketlon.de
• In der Folge „Das Buch zum Mord“ der US-amerikanischen Krimiserie „Navy CIS“ kommen die Special-Agents Tony DiNozzo (Michael Weatherly) und Timothy McGee (Sean Murray) zu einem Tatort in ein verwüstetes Haus. Dort steht eine Tischtennisplatte aufgebaut, auf der viele Pappbecher stehen und ein Ball liegt. Tony erkennt aus alten Collegezeiten sofort, dass hier Bier-Pong gespielt wurde, doch Timothy kann damit überhaupt nichts anfangen. Er sagt zu Tony, dass er auf der Uni nur studiert habe, so dass Tony ihm die Spielregeln erklärt. Man muss bei diesem Partyspiel versuchen, mit dem Ball einen gefüllten Becher zu treffen, der danach vom Gegenspieler ausgetrunken werden muss.
• Der deutsche Peter Grünberg, der am 10. Dezember 2007 in Stockholm den Nobelpreis für Physik verliehen bekommen hat, gehört bereits seit vielen Jahren der Betriebssportgemeinschaft des Forschungszentrums Jülich an und spielt dort sehr gerne Tischtennis, „weil man dabei so gut abschalten kann“.
• Im Jahr 2007 belegte Timo Boll bei der Wahl zum „Sportler des Jahres“ den 2. Platz hinter Turner Florian Hambüchen. Bereits 2005 durfte er sich über den 3. Rang freuen: „Dritte Plätze werden oft viel zu wenig beachtet. Ich freue mich riesig“, sagte Boll bei der Verleihung im Kurhaus von Baden-Baden.
• 2007 wurde in den USA die Stiftung „Sport and Art Educational Foundation“ gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hat, Alzheimer-Patienten in einem frühen Stadium ihrer Krankheit durch Tischtennis zu helfen. Seit 2010 organisiert die Stiftung in Los Angeles kostenlose Tischtenniskurse im Gilbert Table Tennis Center. Dort spielen die Patienten ein oder zwei Mal in der Woche etwa eine Stunde Tischtennis mit ihren Trainern, wobei es hauptsächlich darum geht, dass sich die Teilnehmer auf den Ball und ihre Bewegungen konzentrieren. Bereits vor vielen Jahren hatten japanische Ärzte in einer klinischen Studie herausgefunden, dass sich das Tischtennisspielen positiv auf Alzheimer-Patienten auswirkt, die dadurch ihre Konzentrationsfähigkeit und ihre motorischen Fertigkeiten verbessern, weil bei einer komplexen Sportart wie Tischtennis große Teile des Gehirns stimuliert werden.
• Einen Eklat verursachte die Bundesligabegegnung zwischen Borussia Düsseldorf und Müller Würzburg in der Saison 2007/2008. Da sich die Würzburger im zurückliegenden ETTU-Pokalfinale gegen Düsseldorf benachteiligt fühlten, als ihrem Spieler Leung Chu Yan angeblich falsche Aufschläge weggezählt wurden und ein Protest vergeblich war, traten sie zur Bundesligapartie in Düsseldorf im Einzel mit vier Akteuren an, die ansonsten in der 1. und 3. Kreisliga spielen. Unter diesen Spielern waren zum Beispiel der Präsident des Vereins (Peter Schürer) und ein weiteres Vorstandsmitglied (Pressesprecher Georg Münzhuber). Der 6:0-Erfolg der Düsseldorfer, das kürzeste Spiel in der DTTL-Geschichte, verlief erwartungsgemäß äußerst einseitig, denn von 18 Sätzen gingen fünf mit 11:0 an die Gastgeber. Manager Frank Müller hatte nach dem ETTU-Finale erklärt: „Ich werde nie mehr mit einer Mannschaft, die von mir gesponsert wird, in Düsseldorf antreten.“
• DTTB-Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb hat 2008 das „Goldene Band“ der Sportpresse verliehen bekommen. Mit ihm erhielt auch Diskusweltmeisterin Franka Dietzsch die älteste deutsche Sportauszeichnung, die erstmals im Jahr 1927 verliehen wurde. Eine weitere Ehrung erhielt Hans Wilhelm Gäb von der Fachzeitschrift „Sponsors“, die ihn für sein Lebenswerk auszeichnete.
• Bei einem Staatsbesuch in China besuchten der britische Premierminister Gordon Brown und sein chinesischer Amtskollege Wen Jiabao ein Tischtennisfreundschaftsspiel zwischen China und Großbritannien in der Renmin Universität in Peking. Die Politiker diskutierten dabei über die historische Bedeutung der Ping-Pong-Diplomatie in den siebziger Jahren, mit der China und die USA versuchten, ihre diplomatischen Beziehungen zueinander zu verbessern.
• Der Assistenztrainer der südkoreanischen Tischtennisnationalmannschaft der Herren, Kim Bong Chul, der den Posten erst Ende 2007 übernommen hatte, wurde bereits im Sommer 2008 auf Grund eines Eklats wieder fristlos entlassen. Wütend und angetrunken bedrohte Kim Bong Chul die beiden Nationalspieler Lee Jung Woo und Cho Eon Rae mit einem Küchenmesser, um sie damit von einem geplanten Vereinswechsel vom Club Nongshim Samdosoo abzubringen, wo Kim Bong Chul als Cheftrainer arbeitete. • Während der Fußballeuropameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz spielten die deutschen Fußballer in ihrem Hotel zur Ablenkung gerne Tischtennis, wobei Philipp Lahm im Kreis des Teams als bester Spieler gilt. DONIC, sonst Ausrüster der deutschen Tischtennisnationalmannschaft, stellte hierzu drei Tische und 20 Schläger zur Verfügung, weil DFB-Co-Trainer Hans Pflick seinem Freund Frank Schreiner (DONIC-Geschäftsführer) erzählt hatte, dass viele Fußballer zum Ausgleich gerne eine Partie Tischtennis spielen, es aber an der notwendigen Ausrüstung mangeln würde. Tja, da sieht man einmal, wie arm der DFB und die deutschen Fußballnationalspieler sind, dass sie sich nicht einmal einen ordentlichen Tischtennisschläger leisten können. Vielleicht hilft die Prämie für das Erreichen des Endspiels ja ein wenig weiter.
• Erstmals hat es ein Tischtennismotiv auf eine Geldnote geschafft. Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking brachte die chinesische Währungsbank einen Geldschein mit einem Nennwert von zehn Yuan (circa 1 Euro) heraus. Dieser zeigt auf der Vorderseite das Olympiastadion. Auf der Rückseite befinden sich die antik-griechische Statue „Diskabolos des Myran“ sowie Bilder von Läufern, eines Hochspringers und einer Turnerin. Außerdem sind die beiden populärsten Ballsportarten Chinas vertreten, Fußball und Tischtennis. Beim Tischtennisspieler handelt es sich um einen linkshändigen Penholderspieler. Am Ausgabedatum der Banknote (8. Juli) kam es in China zu einem Ansturm auf die Bankfilialen, so dass die gesamte Auflage in Höhe von sechs Millionen Noten noch am selben Tag vergriffen war, obwohl jeder Kunde nur ein Exemplar eintauschen durfte. Der Schwarzmarktwert soll bereits wenige Tage nach der Ausgabe auf 10000 Yuan (etwa 1000 Euro) gestiegen sein.
• Am 10. Juli 2008 lief der Film „Balls of Fury“ in den deutschen Kinos an. Dieser handelt vom ausgebrannten Ex-Tischtennisspieler Randy Daytona (Dan Fogler), der sich 20 Jahre nach seiner bitteren Olympianiederlage und der Ermordung seines Vaters nur noch mit peinlichen Showauftritten über Wasser hält. Doch dann wird er aus heiterem Himmel vom FBI für einen Undercovereinsatz rekrutiert, bei dem er sich in die Verbrecherorganisation von Feng (Christopher Walken) infiltrieren soll, indem er an einem Underground-Tischtennisturnier teilnimmt. Trainiert wird er vom blinden Master Wong (James Hong) und dessen Tochter Maggie (Maggie Q), die ihn auf ein Ping-Pong-Gemetzel gegen siamesische Zwillinge, eine Nonne mit mörderischer Vorhand und seinen selbstverliebten Erzfeind Karl Wolfschtagg vorbereiten. Das Turnier endet natürlich im Showdown gegen Großmeister Feng.
• Der US-amerikanische Tischtennisverband lud vor den Olympischen Sommerspielen in Peking eine chinesische Delegation zu einer dreitägigen Gedächtnisfeier in die kalifornische Richard-Nixon-Präsidentenbibliothek ein. Anlass war das 30-jährige Jubiläum der formalen Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und den USA (Ping-Pong-Diplomatie). Höhepunkt der Feierlichkeiten war ein Spiel zwischen den damaligen Tischtennisstars Liang Geliang und George Braithwaite.
• Am 19. Juli 2008 fand in Münster die 4. Diäsch-Olympiade statt. Aber was ist Diäsch? Unter Diäsch versteht man eine abgewandelte Tischtennisform, nämlich ein Ganzkörpertischtennis ohne Schläger. Erfunden wurde es etwa 1989 und hat seine Hochburgen in Münster, Hamburg und Berlin. Bei dieser Tischtennisvariante darf der Ball (Prelk) so oft vom Spieler berührt werden, wie dieser es wünscht, jedoch nur einmal mit der Hand. Gespielt wird auf zwei oder drei Gewinnsätze bis 21 Punkte. Weitere Informationen und die ausführlichen Regeln findet man im Internet unter: http://www.diaesch.de
• Am 27. Juli 2008 ging der 66. Länderspielvergleich zwischen Deutschland und Schweden als erstes Unentschieden in die deutsche Länderspielgeschichte ein. Beim Stand von 2:2 traten Christian Süß und Robert Svensson zum alles entscheidenden Einzel an, doch um 22.20 Uhr kam es vor 1500 Zuschauern bei einer 8:5-Führung im ersten Satz für den Lokalmatadoren zu einem Stromausfall in den Hammer Zentralhallen. Nach knapp 35 Minuten erfolglosen Wartens einigten sich beide Mannschaften auf einen Spielabbruch. Schuld war nicht Veranstalter TTC Grün-Weiß Bad Hamm sondern ein Kabelfehler auf der benachbarten Werler Straße, durch den zwei private und sieben Ortsnetzstationen ausgefallen waren, darunter eben auch die Versorgung der Zentralhallen.
• Eine Woche vor Eröffnung der Olympischen Spiele stellte sich Chinas Staatspräsident Hu Jintao der internationalen Presse. Auf die Frage, in welcher Sportart er selbst gerne an den Spielen teilnehmen würde, antwortete Hu Jintao: „Tischtennis! Aber die Nominierung unserer Mannschaft steht leider schon fest. Meine Chancen stehen jetzt also eher schlecht.“ Dass er durchaus ein guter Tischtennisspieler ist, hatte Hu Jintao bei seinem Japanbesuch Anfang Mai in einem Showmatch gegen Ai Fukuhara und Wang Nan gezeigt. „Ich wusste schon lange, dass Präsident Hu leidenschaftlich Tischtennis spielt – aber nicht, dass er so gut ist“, zeigte sich Ai Fukuhara beeindruckt.
• Kurz vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking gab NBA-Star Dirk Nowitzki der Deutschen Presse-Agentur ein Interview. Auf die Frage, welche Sportarten ihm gefallen und ob er sich auch andere Sportarten ansehen wolle, antwortete der Basketballer: „Tischtennis ist ein Riesensport. Ich habe auch eine Tischtennisplatte in meinem Haus.“ Timo Boll schenkte Nowitzki daraufhin einen Tischtennisschläger. Boll: „Ich habe ihm einen Schläger zukommen lassen, weil ich gehört habe, dass er in den USA einen Tisch stehen hat. Er kam dann vorbei, um sich zu bedanken. Das war schon etwas Besonderes.“ Ein Match haben die beiden zwar noch nicht ausgemacht, doch Dirk Nowitzki versprach, bei den Tischtenniswettkämpfen vorbeizuschauen, wenn es sein eigener Spielplan zuließe.
• Während der Olympischen Spiele war Timo Boll dann am 11. August in der ARD-Sendung „Waldi & Harry“ zu Gast. Gegen Harald Schmidt spielte Timo Boll einige Bälle, wobei sich der Entertainer dabei als nicht so schlagfertig erwies wie mit seinem Mundwerk. Zu seinem Verhältnis zum Sport sagte Schmidt, er habe die eigenen sportlichen Aktivitäten „sehr finster in Erinnerung“.
• Bei einer Wahl in China wurde Timo Boll zum attraktivsten Sportler gewählt, weit hinter ihm lag zum Beispiel Fußballer David Beckham.
• Jörgen Persson hat in Peking als ältester Spieler der Tischtennisgeschichte das Halbfinale bei den Olympischen Spielen erreicht. Nach Siegen über Wladimir Samsonow (Weißrussland) und Zoran Primorac (Kroatien) zog der 42-jährige Schwede in die Runde der letzten vier ein. Der Traum vom Finale wurde aber nicht wahr, denn gegen den Weltranglistenersten Wang Hao unterlag Persson mit 1:4 Sätzen.
• Die SG 08 Oberbielden baute unter dem Motto „Ein Dorf spielt Tischtennis“ den bislang bestehenden 100-Stunden-Rekord (2005: TTC Bavaria Wiesen) für die längste ununterbrochene Tischtennisbreitensportveranstaltung auf 200 Stunden aus. An zwei Tischen spielten immer mindestens vier Sportler nonstop. Insgesamt nahmen über 600 Spieler an dieser Aktion teil.
• Bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Peking bekam Londons Bürgermeister Boris Johnson die olympische Flagge überreicht, da die britische Hauptstadt 2012 Austragungsort der Sommerspiele ist. Johnson nahm Bezug darauf, dass viele Sportarten in England erfunden wurden, unter anderem auch Tischtennis. „In den Anfängen im 19. Jahrhundert hieß es noch Whiff-Whaff“. Mit Blick auf die in dieser Sportart so erfolgreichen Chinesen sagte er frei nach dem Fußballsong „Football’s coming home“: „Und ich sage den Chinesen, und ich sage der Welt: Pingpong is coming home.“ • Auf der Internetplattform „You Tube“ berichten Prominente über ihre verborgenen Talente. Der britische Starkoch Jamie Oliver demonstriert dabei seine Fähigkeiten als Tischtennisspieler und sagt: „Tischtennis ist der großartigste Sport der Welt.“ Zu sehen ist das Video unter: http://uk.youtube.com/watch?v=xV_8IFz7LR4
• Die deutsche Fußballnationalmannschaft hatte sich zur Vorbereitung auf die WM-Qualifikationsspiele gegen Liechtenstein und Finnland ebenso in der Sportschule Oberhaching einquartiert wie ein Tischtenniscamp des Bayerischen Verbandes. Die Fußballer schauten auch in die Tischtennishalle hinein, wo Olga Nemes das Training leitete. Philipp Lahm, Miroslav Klose und Thomas Hitzlsperger nahmen auch den Schläger in die Hand. „Miroslav Klose hat das beste Händchen, aber Philipp Lahm ist der Beste. Er hat eine gute Kontrolle“, befand Verbandslehrreferent Werner Nowey. Lukas Podolski, der auch in der Sporthalle war, wollte lieber nur zuschauen.
• Timo Boll wurde im Jahr 2008 zum „Sportler des Monats Oktober“ gewählt. In der Abstimmung unter den 3800 von der Stiftung Deutschen Sporthilfe geförderten Athleten erhielt der dreifache Europameister von St. Petersburg 60,4% der Stimmen.
• In der Show „Schlag den Raab“ vom 1. November 2008 trat Stefan Raab im Kampf um eine Million Euro gegen Ole Bischof an. Eines der Spiele war ein Tischtennismatch, das Raab klar in zwei Sätzen gegen den Judo-Olympiasieger von Peking für sich entschied. Es war aber für Jedermann zu erkennen, dass Tischtennis weder die Spezialdisziplin von Raab noch von Bischof ist. Insgesamt setzte sich Raab deutlich mit 63:3 Punkten durch.
• Vor dem Fußballländerspiel Deutschland gegen England am 19. November 2008 im Berliner Olympiastadion schaute Timo Boll im Quartier der deutschen Nationalmannschaft vorbei und erteilte Arne Friedrich bei einem Tischtennismatch eine Lehrstunde. Dieser brachte von 30 Aufschlägen des dreifachen Europameisters von Sankt Petersburg nur zwei zurück auf den Tisch und war dementsprechend frustriert: „Das war schon recht enttäuschend. Denn ich dachte, ich kann etwas Tischtennis spielen. Aber das war einfach unglaublich“, so der 29 Jahre alte Kapitän von Hertha BSC. „Es macht mehr Spaß, wenn man gegen jemanden spielt, der das gleiche Niveau hat.“
• In der WDR-Sendung „Zimmer frei“ mit Christine Westermann und Götz Alsmann erklärte die Band „Die Toten Hosen“ um Sänger und Talkshowgast Campino, dass sie auf Tour immer eine Tischtennisplatte mitnehmen und vor ihren Konzerten in den Hallen aufbauen, um dort einige Matches zu spielen. Campino ist laut seinen Bandkollegen ein mittelmäßiger Tischtennisspieler, dem das Verlieren ziemlich schwer fällt. Am 2. Weihnachtstag des Jahres 2008 traf der Tischtenniseuropameister von 1992, Jörg Rosskopf, die Band bei ihrem Konzert in Frankfurt/Main und erklärte: „Sie sind schon lange Freunde von mir und wollen immer gegen mich spielen, denn sie sind begeisterte Tischtennisspieler.“ Rosskopf spielte vor und nach dem Konzert mit den Hosen und sagte: „Ich sollte auch einige Schläger mit eingebautem Frischklebeeffekt mitbringen. Sie sind halt sehr ehrgeizig.“
• Der Maler Arwith Bartsch gestaltet unter anderem Bilder mit Tischtennismotiven. Dazu lädt er sich Fotos von Tischtennisspielern aus dem Internet, verändert diese und malt sie auf einen knallbunten Hintergrund. Die unruhigen Linien des Hintergrundes sollen beim Betrachter Bewegung und Spannung erzeugen, die sich wiederholenden Farben dagegen Harmonie. Seine Bilder aus Öl, Acryl, Pastellkreide oder verschiedenen Mischformen stellte der ehemalige Lehrer bereits bei der Mannschaftsweltmeisterschaft 2006 in Bremen oder im Deutschen Tischtenniszentrum in Düsseldorf aus. „Tischtennis spiegelt meine Wesenszüge wieder“, so Bartsch, der seit 1997 im Verein auf Kreisebene spielt. „Ich greife an. Ich will angreifen.“
• Wie im Vorjahr belegte Timo Boll auch 2008 bei der Wahl zum „Sportler des Jahres“ den 2. Platz (2383 Punkte). Auf den 1. Rang wählten die rund 1500 teilnehmenden Sportjournalisten bei der von der Internationalen Sport-Korrespondenz (ISK) organisierten Wahl den Gewichtheber Matthias Steiner (3665 Punkte), der in Peking olympisches Gold gewann. Dritter wurde Triathlonolympiasieger Jan Frodeno (1647 Punkte).
• Auch die Tischtennisnationalmannschaft hatte Grund zum Feiern. Bei der Gala im Kurhaus von Baden-Baden wurde sie zum drittbesten Team des Jahres 2008 gekürt (1494 Punkte), hinter der TSG 1899 Hoffenheim (2567 Punkte) und der Hockeynationalmannschaft der Männer (3381 Punkte).
• Zudem erfuhren die Zuschauer, dass das „Time Magazin“ den Rückhandaufschlag von Dimitrij Ovtcharov zu einer der 50 Errungenschaften des Jahres 2008 gekürt hat. Über seine ungewöhnliche Aufschlagbewegung sagte Ovtcharov, dass er diesen Aufschlag bereits mit sechs bis sieben Jahren so angefangen habe. Er sei danach einfach gewachsen, habe den Aufschlag aber beibehalten, weil er immer Erfolg damit hatte.
• Der Schriftsteller und Enthüllungsjournalist Günter Wallraff ist ein begeisterter Tischtennisspieler. „Ich besuche ja häufig nur Schulen, wenn sie versprechen, eine Platte aufzubauen und danach die besten Spieler gegen mich antreten“, so Wallraff. „Zuletzt schaffte ich es, dass Timo Boll mit mir in den Knast kam, obwohl er Rückenprobleme hatte. Mein bester Satz gegen ihn endete 6:11 – allerdings waren da zwei Kantenbälle und ein Netzroller dabei.“ Günter Wallraff spielte zwar nie in einem Tischtennisverein, sagt aber selbst über sich: „Im Tischtennis bin ich nicht ganz schlecht. Da setze ich im Übrigen manchmal Geld, um meine Gegner zu besseren Leistungen anzuspornen. Ich sage dann immer ironisch: Im Profisport geht’s doch nur um Geld. Ich biete dann denen einen Euro an für jeden Punkt, den sie über drei holen. Und hilft es nicht, können es zehn Euro pro Punkt sein.“
• Nach Eberhard Schöler (1969) und Hans Wilhelm Gäb (2008) ist der viermalige Paralympicssieger Rainer Schmidt im Jahr 2009 erst der dritte Preisträger aus dem Tischtennisbereich, dem das „Goldene Band der Berliner Sportpresse“ verliehen wurde.
• Das GOP-Variete im westfälischen Münster präsentierte im Sommer 2009 den Jongleur Andreas Wessels und seinen Partner Jojo Weiss, deren Show neben Jonglage, Magie und Akrobatik auch einen Tischtennisabschnitt beinhaltete. „Die komischste Tischtennispartie der Welt“ berichtete die Münchener Tageszeitung über die beiden Künstler, die mit ihrem Programm bereits am New Yorker Broadway und im Pariser Moulin Rouge für Aufsehen gesorgt haben.
• Das Nachrichtenmagazin Focus hat eine Studie von Wissenschaftlern des Zentrums für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln veröffentlicht. Bei der Befragung von 635 Gymnasiasten und Hauptschüler wurde herausgefunden, dass Tischtennisspieler und Turner mit einem Notendurchschnitt von 2,0 die besten Schüler unter den Sportlern sind. Dahinter folgen Kampfsportler (2,08) und Volleyballer (2,11). Am Ende lagen Fußballer (2,47) und Tennisspieler (2,50). Tischtennisspieler schneiden so gut ab, weil sie eine kreative und intellektuell herausfordernde Sportart betreiben. Zudem haben Sportler im Vergleich zu Nicht-Sportlern im Durchschnitt 0,5 Punkte bessere Noten.
• Eine neue Sportart breitet sich vom Südwesten der Bundesrepublik langsam aber sicher aus: Headis. Der Name ist eine Zusammensetzung der englischen Wörter „head“ (Kopf) und „tennis“. Erfunden wurde das Kopfballtischtennis vom saarbrückener Sportstudenten Rene Wegner im Jahr 2006. Gespielt wird auf einem Tischtennistisch, jedoch mit einem Kunststoffball in Volleyballgröße. Der Spieler darf den Ball nur mit dem Kopf berühren, wobei er den Tisch mit allen Körperteilen berühren und den Ball auch volley spielen darf. Seit Ende 2007 gibt es in Saarbrücken, Köln und Kaiserslautern drei Headis-Vereine, zudem wird diese Sportart im Hochschulsport in Trier, Kassel, Göttingen, Augsburg und Lüneburg angeboten. Mittlerweile werden offizielle Turniere mit internationaler Besetzung ausgetragen. Weitere Informationen findet man unter: http://www.headis.de
• Im August 2009 wurde Eberhard Schöler (Vizeweltmeister 1969) in Düsseldorf mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für seinen jahrelangen unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz auf nationaler und internationaler Ebene ausgezeichnet.
• Die 20-jährige Ai Fukuhara ist nicht nur in ihrer Heimat Japan ein Superstar, sondern auch in China, wo ihr der erfolgreiche Fernsehproduzent Wu Yi nun eine Rolle in seiner kommenden Fernsehserie „Die große Rücksendung“ angeboten hat. In der Dramaserie soll die Heimführung von 1,7 Millionen in China lebenden Japanern nach dem 2. Weltkrieg thematisiert werden. Ai Fukuhara soll dabei eine japanische Studenten spielen, eine Rolle, die ihr liegen könnte, schließlich studiert sie seit zwei Jahren an der Waseda University in Tokio Sportwissenschaft.
• Den längsten Ballwechsel der Tischtennisgeschichte spielten Koji Matsushita und Hiroshi Kamura-Kittenberger am 31. August 2009 in Japan. Er dauerte acht Stunden, 34 Minuten und 29 Sekunden.
• Zur Jugend-Europameisterschaft nach Prag kam Werner Schlager mit seiner Lebensgefährtin Bettina Müller und dem fünf Monate alten Baby Nick. Dort verlangten die Organisatoren eine ordnungsgemäße Akkreditierung für den Säugling. Die Organisatoren der Europameisterschaft in Stuttgart (13.-20.9.2009) hatten von dieser Geschichte erfahren und machten sich einen Spaß daraus, dem kleinen Nick Schlager bei seiner Ankunft unaufgefordert eine Akkreditierung zu überreichen.
• Die „Einflussreichsten in der chinesischen Sportgeschichte“ wurden zum 60. Gründungstag der Volksrepublik China am 1. Oktober 2009 gekürt. Jung Kuo-Tuan, der mit seinem Weltmeistertitel 1959 in Dortmund den ersten chinesischen Weltmeistertitel im Sport überhaupt holte, wurde mit drei der 60 einzelnen Ehrungen ausgezeichnet. Weitere Sieger aus dem Tischtennisbereich sind die erste chinesische Weltmeisterin Chiu Chung-Hui (Peking 1961), Deng Yapin, Liu Guoliang sowie das Tischtennis-Nationalteam des aktuellen Jahrzehnts in der Kategorie „Mannschaften“.
• Einen ungewöhnlichen Austragungsort suchte sich der TTF Ochsenhausen für eine seiner Champions-League-Begegnungen aus. Am 10. Oktober empfing der Vorjahresfinalist den SVS Niederösterreich um Werner Schlager im Münchener Zirkus Krone.


2010er Jahre

• Was ist denn TiBiDa-Triathlon? Ganz einfach, ein Wettkampf aus Tischtennis, Dart und Billard (http://www.tibida.de). So wurde Anfang Januar 2010 im „Pool“ in Leipzig ein Turnier ausgetragen und der inoffizielle Weltmeister gekürt. Auf die ungewöhnliche Idee kamen Organisator Alexander Böhm und sein Tischtenniskollege Marko Fehl 2003. Für Böhm macht die Kombination der drei Sportarten Sinn: „Jeder ist schon mal mit Tischtennis, Billard oder Dart in Berührung gekommen, sei es im Urlaub, auf dem Schulhof, im Jugendzentrum oder in der Kneipe.“ Am besten kommen gute Allrounder klar, wobei es hauptsächlich um den Spaß an der Sache geht. Allerdings sollte man so einen TiBiDa-Triathlon aber auch nicht unterschätzen so Böhm: „Alle Disziplinen fordern die Konzentration und die Spieler sind zwei Tage lang zwischen Tisch, Dartscheibe und wieder Tisch unterwegs, um ihre Duelle auszutragen. Am Ende ist man völlig platt.“
• Im Jahr 2010 will es Matthias Hackl vom TSV Ansbach noch einmal wissen und geht ein bislang einmaliges Experiment ein. Der Kreisligaspieler nimmt sich für ein paar Jahre eine Auszeit in seinem Familienunternehmen und trainiert Tischtennis unter Profibedingungen. Er will herausfinden, wie weit er es durch professionelles Training bringen kann. Sein Ziel: Die Landesliga. Dafür hat er sich mit dem ehemaligen Nationalspieler Manfred Baum und mit Ex-Europameister Torben Wosik, in dessen Böblinger Tischtennisschule er regelmäßig trainiert, zwei hochkarätige Trainer besorgt. Das erste Ziel hat Matthias Hackl bereits vor Augen – die Meisterschaft in der Kreisliga Mittelfranken.
• Von den Tischtennis-Damen des Bundesligisten SV Böblingen gibt es seit kurzem eine Edition Sonderbriefmarken. Neben Struse, Oezler, Gotsch, Staehr und Yanhua wurde auch Trainer Volker Ziegler verewigt. Die erste Auflage beträgt 400.000 Exemplare.
• Tischtennis – eine Kultsportart? In den großen Metropolen der Welt von New York bis Berlin verhelfen viele Szenekneipen dem Spiel mit dem kleinen Zelluloidball zu neuem Kultpotenzial. Die Tischtennisbar Dr. Pong (http://www.drpong.net) von Inhaber Oliver Miller in Berlin wird mittlerweile sogar in Reiseführern erwähnt. „Mit Tischtennis habe ich wenig am Hut“, sagt der gebürtige Amerikaner. Die Idee, eine Tischtennisplatte in seiner Bar aufzustellen, damit coole Szenegänger Rundlauf spielen können, kam ihm spontan. „Fasziniert haben mich die Betonplatten hier überall in der Stadt“. In Amerika habe er so etwas nie gesehen.
• Sabine Winter war 2010 die erste Spielerin, die im selben Jahr eine Medaille bei einer Weltmeisterschaft und einer Jugend-WM gewann. Im Mai holte sie Bronze mit den DTTB-Damen und im Dezember belegte sie mit der Mädchenauswahl ebenfalls den dritten Rang.
• Im Jahr 2010 belegte Timo Boll bei der Wahl zum „Sportler des Jahres“ nach 2007 und 2008 erneut Platz zwei. Boll wurde für seine herausragenden Leistungen geehrt, denn 2010 gewann er drei Titel bei der Europameisterschaft in Ostrava (Tschechien), holte mit seinem Verein Borussia Düsseldorf Champions League, Deutsche Meisterschaft und den DTTB-Pokal und führte die deutsche Nationalmannschaft zu WM-Silber. „Es ist immer etwas Besonderes für mich, bei der Wahl zu Deutschlands Sportler des Jahres zu den Top drei zu gehören“, freute sich Boll über die Auszeichnung. Noch erfolgreicher war Boll in NRW, wo er mit 44,95 % der Stimmen zum Sportler des Jahres gewählt wurde.
• Nach einem Auftritt in der Oliver Pocher Show luden die Sportfreunde Stiller Ex-Doppelweltmeister Jörg Rosskopf zu einem Konzert in die Frankfurter Festhalle ein. Im Backstagebereich wurde vor dem Auftritt noch eine Runde Tischtennis gespielt und der Bundestrainer hatte den Sportis noch einen handsignierten Satz Schläger mitgebracht. „Wie meine Freunde von den Toten Hosen haben auch die Sportfreunde immer einen Tischtennistisch auf ihren Tourneen dabei“, so Rossi. „Und spielen können Sie auch. Schlagzeuger Florian kommt nicht ganz an Pianist Joja Wendt heran, landet aber in meiner Rangliste noch vor den Toten Hosen.“
• Wer zuhause Tischtennis spielen wollte, der brauchte bislang einen großen Hobbykeller oder einen Garten. Doch jetzt hat der Designer Tobias Fränzel seine „Ping Pong Door“ (Maße: 86 cm x 198,5 cm) auf der Internationalen Möbelmesse in Köln vorgestellt. Zwar hat der Tisch nicht die Originalgröße, doch für ein kleines Match zwischen Tür und Angel reicht er für alle Tischtennisverrückten dieser Welt auf jeden Fall. Die Tür lässt sich leicht installieren. Einfach die alte Tür aus den Angeln heben und die neue einhängen. Dann nur noch aufklappen und schon kann das Match beginnen. Ganz billig ist der Spaß allerdings nicht, denn man muss stolze 990 Euro berappen. Da lohnt sich fast schon wieder die Anschaffung einer „normalen“ Platte.
• Kölns Sportler des Jahres 2010 wurde etwas überraschend Rollstuhl-Tischtennisspieler Holger Nikelis. Der 33-jährige siebenfache Deutsche Meister und zweimalige Weltmeister setzte sich bei der 4. Kölschen Sportnaach mit 45 Prozent der Stimmen klar vor dem Kanuten Max Hoffmann und Box-Weltmeister Felix Sturm durch. „Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet“, so Holger Nikelis. „Ich freue mich riesig, gerade auch, weil die Auszeichnung vom Publikum kommt.“
• Zur 1. Vesperbrett-Weltmeisterschaft hatte der baden-württembergische Tischtennisverein TTC Muggenstern am Aschermittwoch 2011 geladen. Bei dem Turnier mit Frühstücksbrettchen probierten die Teilnehmer verschiedenste Varianten aus Holz oder Kunststoff aus, spielten mit oder ohne Griff und mit der Shakehand- oder Penholder-Schlägerhaltung. Klarer Sieger und damit erster Vesperbrett-Weltmeister wurde Uli Deisinger, der im Laufe des Turniers in zwölf Partien nicht einen einzigen Satz abgab und dafür eine logische Erklärung hatte: „Wir haben in der Schule immer Tischtennis-Rundlauf mit Büchern und anderen Utensilien gespielt.“ Noch am Turniertag gründete der TTC Muggenstern die „International Food Board Association“ (IFBA), deren Deutscher Verband sich „Internationale Vesperbrett Assoziation“ nennt. Geplant sind bereits weitere Weltmeisterschaften, bei denen mit einem Wok oder Badelatschen gespielt werden soll. 2012 tritt man aber erstmal mit Bratpfannen gegeneinander an.
• Als erster deutscher Spieler wurde Daniel Arnold in die „Hall of Fame“ des Tischtennissports aufgenommen. Vorraussetzung hierzu sind mindestens fünf Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen. Bereits acht dieser Medaillen hat sich der 32-jährige Merchinger, der im Jahr 2006 zum besten behinderten Spieler der Welt gekürt wurde, bei den Paralympics erspielt. Nun gehört er zu einem erlesenen Spielerkreis mit Tischtennisgrößen Wie Jan-Ove Waldner oder Deng Yaping.
• Die spinnen, die Römer! Oder doch eher die Chinesen? In Huainan, in der ostchinesischen Provinz Anhui, soll für 19 Milliarden Euro ein 67 Hektar großer Sportpark mit einem Stadion und mehreren Sporthallen, die die Form von Fuß-, Basket- oder Volleybällen haben, entstehen. Außerdem ist für 32 Millionen Euro ein Hotel geplant, das die Form eines Tischtennisschlägers hat. „Ein aufrecht stehender Schläger hat die optimale Form für ein Hotel“, sagt Jin Chang, Direktor des örtlichen Sportbüros. Im Schlägergriff soll es eine Aussichtsplattform geben, von der aus Besucher den Blick auf die gigantische Anlage und die angrenzende Stadt schweifen lassen können.
• In der Spielshow „Schlag den Staar“ am 17. September 2011 trat Kandidat Meinolf gegen Moderator Guido Cantz an, unter anderem auch beim Tischtennis. Ein wenig in den Mittelpunkt rückte dabei auch Michael Zwipp, Deutschlands bekanntester Tischtennis-Schiedsrichter, der bei den Olympischen Spielen 2012 in London Oberschiedsrichter der Tischtennis-Wettbewerbe sein wird, weil er dem Kandidaten zwei Aufschläge wegzählte. Schiedsrichter Zwipp hatte den beiden Kontrahenten zuvor die Regeln erklärt und blieb in ihrer Anwendung konsequent. Abgezählt wurden die Aufschläge, weil Kandidat Meinolf den Ball trotz mehrfacher Aufforderung nicht hochgeworfen hatte. Das Tischtennismatch verlor der Kandidat zwar im Entscheidungssatz, gewann aber die Show und 50.000 Euro. Da lassen sich auch zwei weggezählte Aufschläge verschmerzen.
• Nun ist auch Tischtennisstar Timo Boll unter die Autoren gegangen. Sein Buch „Timo Boll: Mein China – Eine Reise ins Wunderland des Tischtennis“ umfasst 320 Seiten und ist ein biografischer Reisebericht über China. Erschienen ist es am 1. November 2011.
• Im „Star Talk“ auf Sport 1 überraschte Timo Boll Basketballstar Dirk Nowitzki. Boll erzählte, wie sich die beiden Sportstars kennen gelernt haben. „Vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking habe ich ein Interview mit Dirk gelesen. Darin stand, dass er ganz gerne Tischtennis spielt und sogar eine eigene Outdoorplatte zuhause hat. Da habe ich über einen Kumpel von mir, der in Würzburg wohnt, einen Schläger vorbei bringen lassen bei der Mutter. Und als ich in Peking ankam, da stand er sofort in der Wohnung und hat sich bedankt. Seitdem sind wir in Kontakt geblieben und haben uns auch schon einige Male getroffen“, erzählte Boll. Anschließend spielten beide noch auf einem Minitisch gegeneinander und Nowitzki machte sogar einige Punkte. „Ich habe gesagt, er hat Talent“, so Boll.
• Ein ungewöhnliches Tischtennisturnier wurde 2011 auf der Rehacare-Messe in Düsseldorf ausgetragen. Beim 1. Socialpioneer-Cup traten weltklasse Rollstuhl-Tischtennisspieler gegen Fußgänger im Rollstuhl an. Vier Qualifikanten (Verbandsliga/Oberliga) traten gegen die derzeit vier besten Rollstuhl-Tischtennisspieler Thomas Schmidberger, Valentin Baus, Thomas Brüchle und Selcuk Cetin an, die bereits zahlreiche Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften gewonnen hatten. Selcuk Cetin, aktueller Vize-Weltmeister aus Bad Kreuznach, sagte: „Ich habe beim Qualifikationsturnier sehr gute Ballwechsel der Fußgänger gesehen. Das wird kein Selbstläufer für uns“, doch am Ende sollten die „Rollis“ beim mit 2000 Euro dotierten Turnier den Sieg unter sich ausmachen.
• Nicht nur gut spielen, sondern dabei auch gut aussehen. Dass ist vielen Sportlern wichtig. Die Firma Vinqui (www.vinqui.com) stellt Schmuck mit Tischtennismotiven her und konnte für ihre Produkte bereits Topspieler wie Chen Weixing oder Daniela Dodean begeistern. Das Angebot reicht von Armbändern, Anhängern, Ohrringen, Pins bis hin zu Krawattennadeln und Medaillons und wird stetig erweitert. Auch auf den größten Tischtennismarkt hat man es mit einer eigenen Linie mit chinesischen Motiven (Drachen, Schriftzeichen) abgesehen.
• Einen ungewöhnlichen filmischen Tischtennis-Stadtführer „A Ping Pong Guido to Berlin“ stellten die beiden Tischtennisfreaks Oliver Miller und Leo Pleschinger ins Internet. „Du kannst die Stadt durch Tischtennistische entdecken, weil du sie überall findest“, sagt Oliver Miller. Einer ihrer favorisierten Tischtennisplätze ist der Park an der Stargader Straße. „Dort sind drei meiner Lieblings-Steinplatten“, so Oliver Miller. Es gibt in Berlin circa 700 öffentliche Tischtennistische berichten die Hauptdarsteller des 3.43 Minuten langen Films. Oliver Miller sucht nicht nur ständig nach neuen und interessanten Orten zum Spielen, er betreibt auch die bekannte Tischtennisbar „Dr. Pong“ am Prenzlauer Berg. Eine Kneipe, in der man Tischtennis spielen kann, das passt für Miller super zusammen. „Cool daran ist, dass es ein Spiel ist, dass du mit einem Bier in einer Hand und dem Schläger in der anderen spielen kannst – und das siehst du hier jeden Abend.“
• Forscher der Universiät Zheijang (China) haben zwei humanoide Roboter namens „Wu“ und „Kong“ entwickelt, die gegeneinander Tischtennis spielen. Ausgerechnet eine so komplexe und schnelle Sportart wie Tischtennis? Genau deshalb, weil es eine große Herausforderung an die Kontrollgeschwindigkeit und Präzision der Roboter darstellt, die ständig verbessert werden muss. Deutschlands Tischtennisass Nummer eins und Chinakenner Timo Boll traut den chinesischen Wissenschaftlern jedenfalls einiges zu und schreibt auf seiner Facebook-Seite: „Finde ich sensationell! In ein paar Jahren ziehen uns diese Robots wahrscheinlich locker ab!“
• Ende Oktober 2011 kam Box-Weltmeister Wladimir Klitschko zu einer Stippvisite ins Deutsche Tischtennis-Zentrum nach Düsseldorf und trat dort zum Spaß gegen Christian Süß an. Nach einer 1:0-Führung unterlag Klischko dem achtfachen Europameister von Borussia Düsseldorf allerdings mit 1:11. Wladimir Klitschko erzählte: „Wenn ich in einem Trainingslager bin, wird zum Ausgleich fast immer Tischtennis gespielt. Gerne auch mit meinem Bruder Vitali, wenn er da ist.“ Christian Süß verteilte nach dem Kurzmatch Komplimente an den Box-Weltmeister: „Man hat sofort gemerkt, dass Tischtennis ihm nicht fremd ist. Und ich bin ganz froh, dass er keine Revanche in einem Boxring vorgeschlagen hat.“

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